DAS I GING-MANDALA DES FRÜHLINGSANFANGS 2025

Was ist ein I Ging-Mandala?

Ein I Ging-Mandala besteht aus vier I Ging-Zeichen, die zwei Achsen bilden, die kreuzförmig aufeinander stehen, d.h. jedes Zeichen steht einem Zeichen gegenüber (=Opposition) und zu jeweils zwei anderen Zeichen im 90°-Winkel (Quadrat). Diese in der Astrologie gebräuchlichen Kreuze haben vier Tore bzw. teilen den Kreis in vier Quadranten.


Legt man die I Ging-Zeichen in den Tierkreis so erhält man 64 Abschnitte von je 5.625 Grad = 5°37’30“. Ich verwende die im Human Design übliche Zuordnung, die mit dem Zeichen 25 auf 28°15′ Fische startet, dann auf 3°52’30“ Widder mit dem Zeichen 17 weitergeht usw. bis zum Zeichen 36 auf 22°37’30″‚ Fische.

DER FRÜHLINGSANFANG UND SEIN I GING-MANDALA

In der Welt existieren verschiedene Frühlingsanfänge und damit auch verschiedene Startpunkte des astrologischen Jahrs. Während z.B. in China der Frühlingsanfang bei einem Sonnenstand von 15° Wassermann (meist der 4. Februar) liegt, startet bei uns der Frühling auf 0° Widder (meist 20. März). Setzen wir diesen Sonnenstand in ein I Ging-Mandala um, so ist es ein Sonnenstand im I Ging-Zeichen 25.

DAS I GING-MANDALA 25

Am Dienstag, den 18.3.25 tritt die Sonne in das I Ging-Zeichen 25 (28°15′ Fische bis 3°52’30“ Widder) ein, traditionell „Die Unschuld“ genannt, wo sie bis Montag, den 24.3. verweilt.

Dieses Mandala besteht aus dem Zeichen 25 und dem ihm gegenüberliegenden Zeichen 46 (28°15′Jungfrau bis 3°52’30“ Waage ), traditionell „Das Empordringen“ oder „Der Aufstieg“ genannt sowie der anderen Achse der beiden einander gegenüberliegenden Zeichen 15 (28°15′ Zwilling bis 3°52’30“ Krebs), traditionell „Die Bescheidenheit“ genannt, und 10 (28°15′ Schütze bis 3°52’30“ Steinbock), traditionell „Das Auftreten“ genannt. Das direkt angetroffene Zeichen 25, um das es vorrangig geht, setze ich auf die MC-Position, also nach oben (4. Quadrant). Daraus ergibt sich, dass das Zeichen 15 auf Position I, das Zeichen 46 auf Position II und das Zeichen 10 auf Position III steht.

Das Zeichen 25 ist in diesem Mandala die Seins-Energie, das Übergeordnete oder alles Umfassende, Zeichen 15 ist der physisch-ätherische Aspekt des Zeichen 25 oder das Potential dieser Energie, Zeichen 46 der psychische Aspekt oder die Identität, Zeichen 10 der mentale Aspekt oder die Vision des Zeichen 25. Was das in einzelnen jeweils heißt, hängt von der Bedeutung der Zeichen ab.

Betrachten wir daher die Bedeutung des Zeichen 25, wobei zunächst folgendes zu beachten ist: Jedes I Ging- Zeichen stellt einen Archetypen bzw. eine archetypische Situation dar, die je nach Bewusstseinsebene (= Frequenz) auf verschiedene Art erlebt oder zum Ausdruck gebracht werden kann. Es gibt vereinfacht dargestellt drei grundlegende Frequenzen: Die Schattenebene, die Talentebene und die Meisterebene.

Die drei Frequenzbänder des Mandalas 25

1) Die Schattenebene des I Ging-Mandalas 25

Die Schattenebene des Zeichen 25 besteht darin, in sich selbst zusammengezogen zu sein, unterdrückte Lebensenergie in einem verengten Identitäts-Rahmen. Zusammengezogensein ist der körperliche Ausdruck von Angst, dem Gegenteil von Liebe.

Indem wir die anderen 3 Zeichen des Mandalas betrachten, können wir die Dynamik sehen: Da haben wir auf der Position I, der physisch-energetischen Ebene, die Wurzel des Übels, den Schatten des Zeichens 15: physische Abgestumpftheit und Dumpfheit, Fest-und Eingefahrensein in beengenden Automatismen, eine fade, graue Energie, die sich in der reaktiven Kompensation auch als Extremismus zeigt.
Auf Position II, der seelisch-emotionalen Ebene, haben wir den Schatten des Zeichens 46: Alles wird viel zu ernst genommen, die Emotionen sind entsprechend verhärtet, die Identitäten extrem verengt und verhindern das freie Fließen der psychischen Energie.
Auf Position III, der mentalen oder Visions-und Begegnungsebene kommt es mit dem Schatten des Zeichens 10 zu einer besessenen Beschränktheit auf die eigene Person, was eine weitergehende Vision und erfüllende Begegnungen verunmöglicht: man ist und bleibt zusammengezogen in sich selbst (Position IV).

2) Die Talentebene des I Ging-Mandalas 25

Diese Zustände ändern sich, sobald wir die Frequenz unseres Bewusstseins erhöhen, was uns auf die Talentebene des I Ging-Mandalas 25 führt, die sich als als Akzeptanz des jeweiligen Soseins im gegebenen Moment äußert, vor allem in der Akzeptanz des Schattens, statt in seiner Unterdrückung. Sowohl gegenüber sich selbst, als auch gegenüber anderen.

Statt auf Postion I in abstumpfenden Automatismen verfangen zu sein, lassen wir die Energie urteilsfrei fließen und offenbaren das Talent des Zeichens 15, energetische, ungehindert fließende Anziehungskraft, zwischenmenschlichen Magnetismus, was sich auf Position II, der Talentebene des Zeichens 46 als emotionaler Ausdruck von Lebensfreude äußert.
Entsprechend bringen wir auf Position III, der Talentebene des Zeichens 10 die Natürlichkeit unseres inneren Wesens in unsere Vision und unsere Begegnungen ein: Wir verstehen und akzeptieren uns selbst und andere natürlicherweise, die Voraussetzung für wirkliche Liebe.

3) Die Meisterebene des I Ging-Mandalas 25

Erhöhen wir die Frequenz unseres Bewusstseins noch weiter, können wir auf die Meisterebene gelangen. Die Meisterebene des Zeichen 25 ist universelle Liebe, unsere wahre Identität, deren physisch-energetische Wurzel auf Position I die Meisterebene des Zeichens 15 ist, das völlige Erblühtsein, die nackte Magie des Seins.

Entsprechend finden wir auf Position II, der seelisch-emotionalen Ebene die Meisterschaft des Zeichens 46 Ekstase, das freie Spiel der Seinsenergie, das erfahrbar ist, wenn der Verstand still und das Herz offen ist. Schließlich taucht auf Position III die Meisterebene des Zeichens 10 auf, das reine Sein, das ICH BIN-Bewusstsein, die reine Bewusstheit, die Vision völliger Offenheit und grenzenloser Begegnung, und wir sind universelle Liebe (Position IV).

Vor dem Rationalen und dem Logischen, vor dem Sortieren und Sammeln und vor der Überzeugung, das, was wir zusammenbauen, sei so und so, ist eine Art Unschuld verfügbar. Aus Freiheit und Aufrichtigkeit geboren, vermittelt sie Freude und Liebe.
(Tarthang Tulku, Dynamik von Zeit und Raum, S. 370)

I Ging und Astrologie als Mittel der Selbtserkenntnis

I Ging und Astrologie bieten uns also wichtige Werkzeuge zur Selbsterkenntnis, die noch wesentlich feiner sind, als hier dargestellt. So hat jedes Zeichen 6 Linien mit detaillierten Hinweisen, die von der Sonne jeweils in knapp einem Tag durchlaufen werden. Jedes Zeichen gibt uns für die Praxis unserer Bewusstseinserweiterung und Frequenzerhöhung noch weitaus umfassendere Hinweise, die in diesem Beitrag nur stichwortartig aufgeführt wurden.

SELBSTERKENNTNIS UND EVOLUTION

Jeder an Selbsterkenntnis interessierte Mensch kann den obigen Zeitraum noch einmal Revue passieren lassen, seine Erfahrungen und die Ereignisse in der Welt, und praktische Konsequenzen für die Erhöhung seiner Bewusstseinsfrequenz ziehen.

Wie wir an diesem Beispiel des I Ging- Mandalas 25 „Die Unschuld“ sehen können, erfahren wir die Archetypen – und damit uns selbst und die Welt – entsprechend dem Stand unserer Selbsterkenntnis: Wie nah sind wir unserem wahren Selbst, unserem natürlichen Seinszustand, oder wie weit sind wir davon entfernt?

Die Menschheit befindet sich zur Zeit in einem Evolutionssprung, was immer mehr Menschen die Gelegenheit gibt, das Spiel der Archetypen besser zu verstehen, bewusster zu handhaben und zu ihrem wahren Sein zu erwachen. Meditation und multidimensionale Energiearbeit und andere Mittel und Lehren stehen immer mehr zur Verfügung.

Erhöhen wir die Frequenz unseres Bewusstseins, kommen wir unseren höheren Seinsebenen immer näher und erkennen uns schließlich als diese. Wir ruhen in der wahren Natur des Seins und erfahren das Spiel der Evolution als die Ornamente des unerschütterlich in sich selbst ruhenden Urzustands.



LITERATURHINWEISE:
Richard Rudd, Gene Keys
Nicole und Andreas Ebhart, Das blaue I Ging
Ra Uru Hu, The complete Rave I‘ Ching